Martina Franca (quelle: Visual Puglia )
Martina Franca in der Provinz Tarent liegt auf den östlichen Hügeln der Murgia in gleicher Entfernung vom Ionischen und vom Adriatischen Meer. Die Trulli des Itriatals, die es einrahmen, wurden in den Phasen der Ausbreitung des Bauerntums außerhalb der Ortschaft gebaut. Sie sind ein Beispiel für die Bautechnik des Trockenmauerwerks aus Naturstein und noch heute perfekt erhalten. Rings herum liegt fruchtbares Ackerland in leuchtenden Farben, eingerahmt von wunderschönen kleinen Trockenmäuerchen, mit denen die Bauern noch heute ihre Pflanzungen eingrenzen. Die Ursprünge der Stadt liegen nicht allzu weit zurück. Die erste Siedlung auf dem Hügel geht auf das 10. Jh. zurück, als einige Flüchtlinge aus Tarent infolge eines Raubzugs der Sarazenen hierher kamen. Später gesellten sich einheimische Schäfer und Zigeuner hinzu. Sehr wahrscheinlich war Martina Franca zwei Jahrhunderte lang ein militärischer Vorposten zum Schutz von Tarent, zumindest bis zum Jahr 1300, als es von Philipp I. von Anjou, Fürst von Tarent, den Status einer Kommune erhielt. Derselbe Fürst schenkte Pietro del Tocco die Stadt, die eine Burg mit umliegendem Ackerland sowie einige Bauernhäuser umfasste. Der Name der Stadt wurde zu Ehren des heiligen Martin gewählt, der sie mehrmals vor den Einfällen der Sarazenen geschützt haben soll, während das Adjektiv „Franca“ der Tatsache entspringt, dass die Stadt zur Zeit von Philipp I. von Anjou ihren Einwohnern Rechte und Franchisen auf die Steuerzahlung bot.
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In der Provinz Brindisi erzählen Steine und Bauten von den Ursprüngen dieses Landes. Via Appia und Via Traiana, die beiden antiken Straßen, die die apulische Stadt mit Rom verbanden, prägten den Verlauf der modernen Straßen, die ihren Trassen folgen. In dieser Stadt, in der Vergil starb, sind die Überreste von zwei Säulen aus dem 2. Jh. zu finden, die das Ende der Via Appia anzeigten. Die Spuren der Normannen, Staufer und Anjous überwiegen auch in den Gebieten im Binnenland der Provinz sowie im ehemaligen Land der Messapier und sind in den Burgen von Mesagne, Oria und Ceglie Messàpica ganz offenkundig. In dieser Gegend besticht neben den städtischen Anlagen die von der Natur geformte Landschaft mit ihren Grotten, die die Flüsse im Laufe der Jahrhunderte mit ihrer geduldigen Erosionsarbeit gruben. Zeugnisse der Felskultur der Basilianermönche sind in der Umgebung von Ostuni zu finden. Die Sichtungstürme an der Küste nördlich von Brindisi berichten uns dagegen von den Überfällen der Piraten und der Sarazenen, während im selben Küstenabschnitt die Ausgrabungsstätte der antiken römischen Stadt Egnazia zu besichtigen ist.
Das Itriatal zeichnet sich durch eine üppige Vegetation aus. Hier dominieren die Olivenbäume, die auf dem Land der „Masserie" genannten Gehöfte, kleinen Festungen aus Stein, angebaut werden. Die Küsten zeichnen sich durch lange Sandstrände, Dünen und Naturschutzgebiete aus. Man findet zahlreiche Spuren der antiken messapischen Kultur wie Felsdörfer und Burgen, und der Anblick der Trulli, im Trockenmauerverfahren gebauter runder Steinhäuser, bleibt unvergesslich
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Das stolze und besonders redliche Volk der Messapier baute zwischen dem 9. und 7. Jh. v.Chr. zahlreiche Ortschaften, die mit gigantischen Mauern befestigt wurden. Oria mit seiner charakteristischen Burg und die Ortschaft Mesagne bewahren Zeugnisse, die es ermöglichen, die Geschichte, Sitten und Gebräuche dieses Volks zu rekonstruieren
An der Küste im Raum Brindisi sind Städtchen mit mittelalterlichem Ortskern verstreut, die auf saubere Strände und ein kristallklares Meer blicken: Brindisi mit seiner imposanten Burg, die aus dem Meer aufragt, das von seinem Wachturm Torre Guaceto beherrschte Carovigno und Ostuni, die weiße Perle des Mittelmeers, das von Olivenhainen und einem herrlichen Strand umgeben einen unvergesslichen antiken Ortskern bewahrt
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.