Oria (quelle: Visual Puglia )
Oria, in der Provinz Brindisi, befindet sich im nördlichsten Gebiet des Salento, halbwegs zwischen Taranto und Brindisi, fast umstritten zwischen den zwei Meeren um Apulien. Die touristisch recht wichtige Stadt ist stolz auf sehr antike Ursprünge: Laut Herodotos soll es 1200 v.Ch. eine Gruppe Kretaner aus Minos gewesen sein, die von einem Sturm an die ionischen Strände getrieben wurde und sich dann auf den Hochebenen des Hinterlands niederließ. Die Stadt war ein römisches municipium und unterlag dann den Griechen, den Langobarden, den Byzantinern, wurde Schauplatz vieler Schlachten und erlitt Belagerungen und Plünderungen. Zu Beginn des XIII. Jh. ließ Friedrich II. die Stadt in den Staatsbesitz übergehen und ließ eine bedeutende Befestigungsanlage beginnen, deren bedeutendstes Werk der Bau einer Burg im oberen Stadtteil war. 1572 wurde das Lehen Oria Eigentum von San Carlo Borromeo. Daraufhin nahm die Bedeutung der Stadt langsam ab, die schwersten Folgen erlitt dabei der monumentale Stadtbereich, der langsam verfiel. Die späteren Restaurationen haben der Stadt ihren antiken Zauber zurück erstattet.
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In der Provinz Brindisi erzählen Steine und Bauten von den Ursprüngen dieses Landes. Via Appia und Via Traiana, die beiden antiken Straßen, die die apulische Stadt mit Rom verbanden, prägten den Verlauf der modernen Straßen, die ihren Trassen folgen. In dieser Stadt, in der Vergil starb, sind die Überreste von zwei Säulen aus dem 2. Jh. zu finden, die das Ende der Via Appia anzeigten. Die Spuren der Normannen, Staufer und Anjous überwiegen auch in den Gebieten im Binnenland der Provinz sowie im ehemaligen Land der Messapier und sind in den Burgen von Mesagne, Oria und Ceglie Messàpica ganz offenkundig. In dieser Gegend besticht neben den städtischen Anlagen die von der Natur geformte Landschaft mit ihren Grotten, die die Flüsse im Laufe der Jahrhunderte mit ihrer geduldigen Erosionsarbeit gruben. Zeugnisse der Felskultur der Basilianermönche sind in der Umgebung von Ostuni zu finden. Die Sichtungstürme an der Küste nördlich von Brindisi berichten uns dagegen von den Überfällen der Piraten und der Sarazenen, während im selben Küstenabschnitt die Ausgrabungsstätte der antiken römischen Stadt Egnazia zu besichtigen ist.
Das Itriatal zeichnet sich durch eine üppige Vegetation aus. Hier dominieren die Olivenbäume, die auf dem Land der „Masserie" genannten Gehöfte, kleinen Festungen aus Stein, angebaut werden. Die Küsten zeichnen sich durch lange Sandstrände, Dünen und Naturschutzgebiete aus. Man findet zahlreiche Spuren der antiken messapischen Kultur wie Felsdörfer und Burgen, und der Anblick der Trulli, im Trockenmauerverfahren gebauter runder Steinhäuser, bleibt unvergesslich
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Das stolze und besonders redliche Volk der Messapier baute zwischen dem 9. und 7. Jh. v.Chr. zahlreiche Ortschaften, die mit gigantischen Mauern befestigt wurden. Oria mit seiner charakteristischen Burg und die Ortschaft Mesagne bewahren Zeugnisse, die es ermöglichen, die Geschichte, Sitten und Gebräuche dieses Volks zu rekonstruieren
An der Küste im Raum Brindisi sind Städtchen mit mittelalterlichem Ortskern verstreut, die auf saubere Strände und ein kristallklares Meer blicken: Brindisi mit seiner imposanten Burg, die aus dem Meer aufragt, das von seinem Wachturm Torre Guaceto beherrschte Carovigno und Ostuni, die weiße Perle des Mittelmeers, das von Olivenhainen und einem herrlichen Strand umgeben einen unvergesslichen antiken Ortskern bewahrt
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.