Dom von Brindisi (quelle: Visual Puglia )
Durch einen Spitzbogen, über dem sich der Glockenturm erhebt, erreicht man die wunderschöne Piazza Duomo, auf der sich zur Linken der Dom befindet. Wenn der erste Bau auch in romanischem Stil erfolgte, so sind doch nur wenige Teile davon bis heute erhalten geblieben. Zu ihnen zählt die äußere Apsis (1089-1132), die im Jahre 1746 nach einem Erdbeben erneuert wurde, das ihre architektonische Struktur beschädigt hatte.
Der barocke Glockenturm stammt aus dem Jahre 1780; der Grundriss des Gebäudes zeigt ein lateinisches Kreuz mit drei Kirchenschiffen. Bei den jüngsten Restaurierungen wurden die barocken Verzierungen im Innenraum entfernt.
Von besonderer Bedeutung und Kostbarkeit sind die Mosaiküberreste des ursprünglichen Fußbodens, die zwischen 1957 und 1968 entdeckt wurden und aus dem Jahre 1178 stammen, mit charakteristischen Verzierungen in Tiergestalt, die sicherlich einen Zyklus von mittlerweile verloren gegangenen karolingischen Geschichten begleiteten.
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In der Provinz Brindisi erzählen Steine und Bauten von den Ursprüngen dieses Landes. Via Appia und Via Traiana, die beiden antiken Straßen, die die apulische Stadt mit Rom verbanden, prägten den Verlauf der modernen Straßen, die ihren Trassen folgen. In dieser Stadt, in der Vergil starb, sind die Überreste von zwei Säulen aus dem 2. Jh. zu finden, die das Ende der Via Appia anzeigten. Die Spuren der Normannen, Staufer und Anjous überwiegen auch in den Gebieten im Binnenland der Provinz sowie im ehemaligen Land der Messapier und sind in den Burgen von Mesagne, Oria und Ceglie Messàpica ganz offenkundig. In dieser Gegend besticht neben den städtischen Anlagen die von der Natur geformte Landschaft mit ihren Grotten, die die Flüsse im Laufe der Jahrhunderte mit ihrer geduldigen Erosionsarbeit gruben. Zeugnisse der Felskultur der Basilianermönche sind in der Umgebung von Ostuni zu finden. Die Sichtungstürme an der Küste nördlich von Brindisi berichten uns dagegen von den Überfällen der Piraten und der Sarazenen, während im selben Küstenabschnitt die Ausgrabungsstätte der antiken römischen Stadt Egnazia zu besichtigen ist.
Das Itriatal zeichnet sich durch eine üppige Vegetation aus. Hier dominieren die Olivenbäume, die auf dem Land der „Masserie" genannten Gehöfte, kleinen Festungen aus Stein, angebaut werden. Die Küsten zeichnen sich durch lange Sandstrände, Dünen und Naturschutzgebiete aus. Man findet zahlreiche Spuren der antiken messapischen Kultur wie Felsdörfer und Burgen, und der Anblick der Trulli, im Trockenmauerverfahren gebauter runder Steinhäuser, bleibt unvergesslich
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Das stolze und besonders redliche Volk der Messapier baute zwischen dem 9. und 7. Jh. v.Chr. zahlreiche Ortschaften, die mit gigantischen Mauern befestigt wurden. Oria mit seiner charakteristischen Burg und die Ortschaft Mesagne bewahren Zeugnisse, die es ermöglichen, die Geschichte, Sitten und Gebräuche dieses Volks zu rekonstruieren
An der Küste im Raum Brindisi sind Städtchen mit mittelalterlichem Ortskern verstreut, die auf saubere Strände und ein kristallklares Meer blicken: Brindisi mit seiner imposanten Burg, die aus dem Meer aufragt, das von seinem Wachturm Torre Guaceto beherrschte Carovigno und Ostuni, die weiße Perle des Mittelmeers, das von Olivenhainen und einem herrlichen Strand umgeben einen unvergesslichen antiken Ortskern bewahrt
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.