Castello Aragonese o Alfonsino (quelle: Visual Puglia )
Die Burg befindet sich auf der Insel Sant’Andrea, an der Einfahrt des Stadthafens. Die Erbauung der Burg, die als Vorposten zur Verteidigung der Stadt und ihres Hafens entstanden war, wurde im Februar 1481 von Ferdinand I. begonnen; ihm ist die Errichtung eines quadratischen Wachturms zu verdanken. Wenige Jahre später (1485) verwandelte der Herzog von Kalabrien, Alfons II., diese erste Verteidigungseinheit in eine richtige Burg. Die Festung wurde also in Richtung Nord-Ost erweitert, mit gewaltigen Vormauern und Bollwerken. Sie wurde aus Gründen einer größeren Sicherheit vollkommen isoliert, mit einer Öffnung eines Kanals im Osten. Im Jahr 1492, mit der Errichtung des großen Saals im ersten Stockwerk und den Gängen mit den Tonnengewölben im Untergeschoss, kann man die Burg als fertiggestellt betrachten. Die Verwendung von rötlichem, auf der Insel herausgebrochenem Carparo-Stein, brachte der Festung den Beinamen Rote Burg, ein. Im Jahr 1558 begannen die Arbeiten zur Errichtung der Befestigungsanlage für die Verteidigung des Teils der Insel, der noch wehrlos geblieben war, um nach dem von den venezianischen Schiffen verübten Angriff im Jahre 1528 neuen feindlichen Einfälle entgegen zu wirken. Im Jahr 1577 verbanden zwei mächtige Bollwerke die Festung mit der ursprünglichen Burg. So wurde der alte Verteidigungskanal geschlossen und das jetzige Hafenbecken entstand. Die Burg, die sich im Staatseigentum befindet obliegt im Moment der Zuwendung durch die Kriegsmarine von Brindisi.
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In der Provinz Brindisi erzählen Steine und Bauten von den Ursprüngen dieses Landes. Via Appia und Via Traiana, die beiden antiken Straßen, die die apulische Stadt mit Rom verbanden, prägten den Verlauf der modernen Straßen, die ihren Trassen folgen. In dieser Stadt, in der Vergil starb, sind die Überreste von zwei Säulen aus dem 2. Jh. zu finden, die das Ende der Via Appia anzeigten. Die Spuren der Normannen, Staufer und Anjous überwiegen auch in den Gebieten im Binnenland der Provinz sowie im ehemaligen Land der Messapier und sind in den Burgen von Mesagne, Oria und Ceglie Messàpica ganz offenkundig. In dieser Gegend besticht neben den städtischen Anlagen die von der Natur geformte Landschaft mit ihren Grotten, die die Flüsse im Laufe der Jahrhunderte mit ihrer geduldigen Erosionsarbeit gruben. Zeugnisse der Felskultur der Basilianermönche sind in der Umgebung von Ostuni zu finden. Die Sichtungstürme an der Küste nördlich von Brindisi berichten uns dagegen von den Überfällen der Piraten und der Sarazenen, während im selben Küstenabschnitt die Ausgrabungsstätte der antiken römischen Stadt Egnazia zu besichtigen ist.
Das Itriatal zeichnet sich durch eine üppige Vegetation aus. Hier dominieren die Olivenbäume, die auf dem Land der „Masserie" genannten Gehöfte, kleinen Festungen aus Stein, angebaut werden. Die Küsten zeichnen sich durch lange Sandstrände, Dünen und Naturschutzgebiete aus. Man findet zahlreiche Spuren der antiken messapischen Kultur wie Felsdörfer und Burgen, und der Anblick der Trulli, im Trockenmauerverfahren gebauter runder Steinhäuser, bleibt unvergesslich
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Das stolze und besonders redliche Volk der Messapier baute zwischen dem 9. und 7. Jh. v.Chr. zahlreiche Ortschaften, die mit gigantischen Mauern befestigt wurden. Oria mit seiner charakteristischen Burg und die Ortschaft Mesagne bewahren Zeugnisse, die es ermöglichen, die Geschichte, Sitten und Gebräuche dieses Volks zu rekonstruieren
An der Küste im Raum Brindisi sind Städtchen mit mittelalterlichem Ortskern verstreut, die auf saubere Strände und ein kristallklares Meer blicken: Brindisi mit seiner imposanten Burg, die aus dem Meer aufragt, das von seinem Wachturm Torre Guaceto beherrschte Carovigno und Ostuni, die weiße Perle des Mittelmeers, das von Olivenhainen und einem herrlichen Strand umgeben einen unvergesslichen antiken Ortskern bewahrt
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.