Mottola (quelle: Visual Puglia )
Mottola liegt 387 Meter ü.d.M. auf einem Hügel, von dem der Blick über den Golf von Tarent und die grünen Berge der oberen Sila schweift. Daher wird der Ort auch „Guckloch des Ionischen Meers“ oder „Balkon des südlichen Apuliens“ genannt. Um den Hügel herum erstreckt sich Mottola mit ringförmigen Treppen, die zur Ortsmitte führen. Das Städtchen gehört zu den ältesten apulischen Siedlungen und war schon immer eine Hochburg gegen eindringende Feinde: Zuerst verteidigten sich die Tarenter gegen Bruttier und Messapier, dann die Römer gegen Hannibal. Um das Jahr 1100 herum wurde es von den Normannen zerstört und von diesen wieder aufgebaut, danach gehörte es den Anjous und zwei Jahrhunderte lang der Familie Caracciolo. Mottola ist vor allem durch die Felskultur in der Umgebung bekannt, und vor seinen Toren sind die interessantesten Sehenswürdigkeiten zu finden wie die Schlucht Gravina di Petruscio südöstlich des Städtchens. Es besitzt ca. 5800 Hektar Wald, die letzten Reste des großen Waldes, der bis zum Ende des 19. Jahrhunderts einen Großteil Apuliens und der nahen Basilikata bedeckte.
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In der Felskultur und in der griechischen Kultur sind die ältesten Wurzeln von Tarent und seiner Provinz auszumachen. Zwei Kulturen, die sich in diesem Teil Apuliens auf erstaunliche Art entwickelten, und zwar dank der Beschaffenheit des Gebiets, das einst wasserreich und sehr fruchtbar gewesen sein muss, da es das Interesse der griechischen Bauern erweckte, die im Jahre 706 v.Chr. hierher kamen und Tarent gründeten. Das Vorhandensein von heute unterirdischen Wasserläufen wird auch durch die zahlreichen Grotten und Einbuchtungen belegt, die durch die Erosion entstanden sind und zum geeigneten Ambiente für die Entwicklung der Felskultur wurde, einer Erscheinung, die überall in der Region zu finden ist, im Raum Tarent jedoch erstaunliche Formen erreichte. Heute weist die Provinz ein raueres Erscheinungsbild im Binnenland und sandige Wassertiefen und ein kristallklares Meer im Golf von Tarent auf. Von den antiken Kulturen bleibt der Zauber wundervoller Szenerien, die noch heute sichtbar sind und sich in das Schauspiel der Natur einfügen.
In der Kalkhochebene im Raum Tarent können tiefe, von ehemaligen Wasserläufen gegrabene Schluchten und zahlreiche Grotten karstigen Ursprungs, in denen bereits in prähistorischer Zeit eine solide Felskultur entstand, besichtigt werden. Diese Höhlen dienten oft Schäfern und Bauern als Zufluchtsort und wurden im Mittelalter von den Basilianermönchen als Wohnstätte und Gebetsort gewählt. Spuren und Zeugnisse von Felssiedlungen, unterirdischen Dörfern und mit Fresken bemalten Wänden sind in der Umgebung von Mottola und Massafra zu bewundern
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Im Binnenland der Provinz Tarent, dessen Landschaften vom Grün der Olivenhaine und der Weinberge beherrscht werden, sind zahlreiche kleine Städtchen wie Manduria oder Grottaglie verstreut, deren uralte Geschichte auf die Zeit der messapischen Kultur zurückgeht und deren Gebiete sehr interessante archäologische und Naturparks einschließen
Die ionische Küste zeichnet sich durch breite Strände und klares Wasser aus, das sanft in die Meerestiefen übergeht. An der Küste liegen Städte wie Tarent, „Stadt der zwei Meere" genannt, und Pulsano, das für Touristen besonders reizvoll ist und dessen einheimische Küche sehr beliebt ist
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.