Massafra (quelle: Visual Puglia )
Massafra liegt im Hinterland, nördlich von Tarent und in der Nähe von Palagiano. Es ist von einer Reihe von „Gravine“ (Schluchten) und „Lame“ (ausgewaschene ehemalige Flussbetten, natürliche Fortsetzung der Schluchten) karstigen Ursprungs durchfurcht. Die Gravina di San Marco teilt das Dorf in zwei Teile, die durch Brücken verbunden sind, die Aussicht auf eine bezaubernde Landschaft bieten. Massafra schließt in seinem Gebiet einen der umfangreichsten Felskomplexe ein und verdient damit den Namen „Thebais Italiens“. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten sich in seinem Gebiet der heidnische und der christliche Kult ab und führten zur Entstehung der Wohnstätten in Grotten und zur Entwicklung der Felskultur. Zahlreich sind die Erzählungen, oft an der Grenze zur Legende, über die von den Einwohnern von Massafra ausgetragenen Kämpfe zur Verteidigung des Gebiets gegen Einfälle. Im 10. Jahrhundert wurde das Lehen von Massafra in die Grafschaft Mottola und Castellaneta einverleibt. Später wurde es im Wechsel der Ereignisse Teil des Fürstentums Tarent, zur Zeit der Anjou wurde es Otto von Soliac, Franciscino di Assisi und in aragonischer Zeit der Familie Pappacoda als Lehen gegeben und war zuletzt - mit Oria und Francavilla – Lehen der Familie Imperiali.
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In der Felskultur und in der griechischen Kultur sind die ältesten Wurzeln von Tarent und seiner Provinz auszumachen. Zwei Kulturen, die sich in diesem Teil Apuliens auf erstaunliche Art entwickelten, und zwar dank der Beschaffenheit des Gebiets, das einst wasserreich und sehr fruchtbar gewesen sein muss, da es das Interesse der griechischen Bauern erweckte, die im Jahre 706 v.Chr. hierher kamen und Tarent gründeten. Das Vorhandensein von heute unterirdischen Wasserläufen wird auch durch die zahlreichen Grotten und Einbuchtungen belegt, die durch die Erosion entstanden sind und zum geeigneten Ambiente für die Entwicklung der Felskultur wurde, einer Erscheinung, die überall in der Region zu finden ist, im Raum Tarent jedoch erstaunliche Formen erreichte. Heute weist die Provinz ein raueres Erscheinungsbild im Binnenland und sandige Wassertiefen und ein kristallklares Meer im Golf von Tarent auf. Von den antiken Kulturen bleibt der Zauber wundervoller Szenerien, die noch heute sichtbar sind und sich in das Schauspiel der Natur einfügen.
In der Kalkhochebene im Raum Tarent können tiefe, von ehemaligen Wasserläufen gegrabene Schluchten und zahlreiche Grotten karstigen Ursprungs, in denen bereits in prähistorischer Zeit eine solide Felskultur entstand, besichtigt werden. Diese Höhlen dienten oft Schäfern und Bauern als Zufluchtsort und wurden im Mittelalter von den Basilianermönchen als Wohnstätte und Gebetsort gewählt. Spuren und Zeugnisse von Felssiedlungen, unterirdischen Dörfern und mit Fresken bemalten Wänden sind in der Umgebung von Mottola und Massafra zu bewundern
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Im Binnenland der Provinz Tarent, dessen Landschaften vom Grün der Olivenhaine und der Weinberge beherrscht werden, sind zahlreiche kleine Städtchen wie Manduria oder Grottaglie verstreut, deren uralte Geschichte auf die Zeit der messapischen Kultur zurückgeht und deren Gebiete sehr interessante archäologische und Naturparks einschließen
Die ionische Küste zeichnet sich durch breite Strände und klares Wasser aus, das sanft in die Meerestiefen übergeht. An der Küste liegen Städte wie Tarent, „Stadt der zwei Meere" genannt, und Pulsano, das für Touristen besonders reizvoll ist und dessen einheimische Küche sehr beliebt ist
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.