San Marzano di San Giuseppe (quelle: Visual Puglia )
Auf einer Hochebene zwischen Sava und Fragagnano liegt die Ortschaft S.Marzano di San Giuseppe, die sich der Landwirtschaft widmet und reich an Weinbergen und Olivenhainen ist. Im 14. Jh. wurde der noch unbewohnte Weiler „San Marzano“ Teil der Besitzungen des Fürsten von Tarent, Giovanni Antonio Orsini. Im 15. Jh. gewannen die Aragoner die Oberhand in diesen Gebieten, auch dank der Hilfe der albanischen Truppen von Georg Castriota Skanderberg. Im 16. Jh. strömten viele Albaner hierher, um der Belagerung der Türken in ihrer Heimat zu entfliehen, und so erwachte San Marzano auch dank der besonderen königlichen Privilegien zu neuem Leben. Die albanische Kolonie wuchs und führte Sitten, Bräuche und Riten aus der Heimat ein. Im Jahre 1530 erhielt der albanische Heerführer Dimitri Capuzzimati von König Karl V. den Titel Baron von San Marzano. Eben in dieser Zeit wuchs die Signoria immer mehr und wurde zu einem blühenden griechisch-orthodoxen Zentrum. In den folgenden Jahrhunderten ging das Lehen in den Besitz der Familie Taurisano und später der Familie Castriota über, die es bis zum Ende des 18. Jahrhunderts besaß. Erst ab September 1886 nannte sich das Städtchen zu Ehren seines Schutzpatrons „San Marzano di San Giuseppe“. Der Erhalt der albanischen Sprache ist heute das greifbare Zeichen dieser historischen Ereignisse und bleibt das Kennzeichen der Gemeinde San Marzano innerhalb der ionischen Provinz.
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In der Felskultur und in der griechischen Kultur sind die ältesten Wurzeln von Tarent und seiner Provinz auszumachen. Zwei Kulturen, die sich in diesem Teil Apuliens auf erstaunliche Art entwickelten, und zwar dank der Beschaffenheit des Gebiets, das einst wasserreich und sehr fruchtbar gewesen sein muss, da es das Interesse der griechischen Bauern erweckte, die im Jahre 706 v.Chr. hierher kamen und Tarent gründeten. Das Vorhandensein von heute unterirdischen Wasserläufen wird auch durch die zahlreichen Grotten und Einbuchtungen belegt, die durch die Erosion entstanden sind und zum geeigneten Ambiente für die Entwicklung der Felskultur wurde, einer Erscheinung, die überall in der Region zu finden ist, im Raum Tarent jedoch erstaunliche Formen erreichte. Heute weist die Provinz ein raueres Erscheinungsbild im Binnenland und sandige Wassertiefen und ein kristallklares Meer im Golf von Tarent auf. Von den antiken Kulturen bleibt der Zauber wundervoller Szenerien, die noch heute sichtbar sind und sich in das Schauspiel der Natur einfügen.
In der Kalkhochebene im Raum Tarent können tiefe, von ehemaligen Wasserläufen gegrabene Schluchten und zahlreiche Grotten karstigen Ursprungs, in denen bereits in prähistorischer Zeit eine solide Felskultur entstand, besichtigt werden. Diese Höhlen dienten oft Schäfern und Bauern als Zufluchtsort und wurden im Mittelalter von den Basilianermönchen als Wohnstätte und Gebetsort gewählt. Spuren und Zeugnisse von Felssiedlungen, unterirdischen Dörfern und mit Fresken bemalten Wänden sind in der Umgebung von Mottola und Massafra zu bewundern
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Im Binnenland der Provinz Tarent, dessen Landschaften vom Grün der Olivenhaine und der Weinberge beherrscht werden, sind zahlreiche kleine Städtchen wie Manduria oder Grottaglie verstreut, deren uralte Geschichte auf die Zeit der messapischen Kultur zurückgeht und deren Gebiete sehr interessante archäologische und Naturparks einschließen
Die ionische Küste zeichnet sich durch breite Strände und klares Wasser aus, das sanft in die Meerestiefen übergeht. An der Küste liegen Städte wie Tarent, „Stadt der zwei Meere" genannt, und Pulsano, das für Touristen besonders reizvoll ist und dessen einheimische Küche sehr beliebt ist
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.