Gallipoli (quelle: Visual Puglia )
Gallipoli im Bezirk Lecce liegt an der westlichen Küste der Halbinsel des Salento und ist in zwei Teile geteilt: Den Borgo, das heißt den neuen Stadtteil, und die Altstadt, die auf einer Insel kalkartigen Ursprungs liegt, die mit einer Bogenbrücke mit dem Festland verbunden ist. Gallipoli war ein messapisches Zentrum namens Anxa, das später von den Römern besetzt wurde und sogleich zu einem für den Handel mit dem in dieser Region produzierten Purpur sehr wichtigen Handelshafen wurde. Gallipoli blieb lange Zeit der griechischen Kultur treu, von der sie Gewohnheiten, Riten und den Dialekt bewahrte: Der im gesamten Salento bereits seit dem Mittelalter verbreitete lateinische Ritus ersetzte den griechischen Ritus in Gallipoli erst im XVI. Jh. Gallipoli wurde nach dem Fall des Römischen Reichs von den Barbaren, von den Vandalen und auch von den Goten geplündert, letztere wurden aber besiegt und von den Byzantinern verjagt. Nach den Byzantinern folgten die schwäbische Herrschaft und die Herrschaft der Anjous, von der Spuren in der Renovierung der alten byzantinischen Burg, die in Festung verwandelt wurde und später von den Spaniern während ihrer Herrschaft noch stärker befestigt wurde, zu finden sind. Der mit Mauern, Türmen und Bollwerk befestigte alte Teil des heutigen Gallipoli erlebte zahlreiche Belagerungen, unter denen an die der Venezianer im Jahr 1484 und die durch die Franzosen 1528 erinnert wird.
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Sonne, Meer und Wind. Es ist die Natur, die zuerst beeindruckt, wenn man in diesem Landstreifen zwischen zwei Meeren ankommt. Das Herz des Salento stellt die Provinz Lecce (das barocke „Florenz des Südens“) dar, dann erreicht es einen Teil der Provinz Brindisi an der Adria und der Provinz Tarent am Ionischen Meer. Bald entdeckt man die Städte und Dörfer des Hinterlands, Juwelen in dem einzigartigen Stil, den der Barock von Lecce darstellt. Sie weisen Spuren der Messapier und des salentinischen Griechenlands auf, das in der Sprache, den Gesängen und den Festen die antike Kultur der Magna Graecia bewahrt. Die Freunde des Surfings, des Kite-Surfings und des Windsurfings geben sich unvermeidlich ihr Stelldichein an den längen Stränden gegenüber den Alimini-Seen, und die Anhänger des Tauchsports haben lediglich die Qual der Wahl zwischen den ausgerüsteten Zentren und den bezaubernden Wassertiefen der ionischen Küste und der zwischen Otranto und Santa Maria di Leuca.
Die Küste des Salento zeichnet sich durch eine große Unterschiedlichkeit der Landschaften aus. Sie reichen von den Stränden mit hellem und sehr feinem Sand an der Strandpromenade von Santa Cesarea bis zu berühmten Grotten wie die von Castro: Grotta Romanelli, eine der bedeutendsten prähistorischen Stätten Italiens und Grotta Zinzulusa, die „Perle der Grotten", deren Name vom Dialektwort „zinzuli" (Fetzen) abgeleitet ist, mit dem die Fischer ihre wunderschönen Stalaktiten und Stalagmiten bezeichneten
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Der Barockstil behauptete sich in Apulien während der Gegenreform aufgrund des Willens der römischen Kirche, ihre Symbole prunkvoll zur Schau zur stellen. Der Barock in Lecce und in Nardò hat seine ganz besonderen Merkmale, die ihn vom Barockstil in anderen Gegenden unterscheiden. Seine Besonderheiten haben ihren Ursprung in der Verwendung des bernsteinfarbenen Steins aus Lecce und in den Verzierungen, um die Strukturen, an denen sie angebracht sind, zu verdecken
Im Süden Apuliens, im Herzen des Salento, schlossen sich neun Gemeinden zusammen, um zu retten, was von der uralten Grika-Kultur übrig geblieben ist. In dieser Gegend des Salento sind noch Spuren der Grika-Sprache lebendig, die seit der Zeit der Magna Graecia und der Basilianerkloster gesprochen wurde. Die Basilianermönche wurden auf Befehl des Papstes nach dem Trienter Konzil versprengt
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.