Die Reise beginnt an unserem „Kap Horn“ Otranto, wo sich im Sommer die Segelboote dicht drängeln, solche die gerade angekommen sind und solche, die sich darauf vorbereiten, gegen Osten aufzubrechen. Die Navigation in diesem Abschnitt des Meeres wird lange und voll von besonderen Vergnügen sein. Hat man die Südmole einmal umschifft, was einer Stunde Navigation bedarf, erscheint die majestätische Säule des Capo d’Otranto, die uns schnell und ruhig navigieren lässt. Hier ist die Küste hoch, kahl und zerklüftet. Circa eineinhalb Stunden von Otranto entfernt, befindet sich der Hafen Badisco, der gemäß der Legende der Anlegeplatz des Äeneas gewesen sein soll. Es ist ein natürliches und tiefes Hafenbecken mit einem felsigen Meeresgrund, der gegen das Ufer hin schlammig und sandig wird. Man kommt an dem kleinen, auf Felsen gesetzten Dörfchen Santa Cesarea Terme vorbei, schneeweiß, mit Häusern in arabischem Stil. Die Fahrt ist schnell und die dominierenden Winde helfen im Allgemeinen dem Schiff dabei, eine gute Fahrt beizubehalten, um den Hafen Miggiano zu erreichen. Auf Grund der geringen Wassertiefe ist es hier unmöglich, im kleinen Hafen, der in die überhängenden Felsen eingetrieben wurde, vor Anker zu gehen.
Typologie
Mit dem Segelboot
Zeitraum:
April - Mai - Juni - Juli - August - September
Besonders sehenswert:
Die Städtchen Otranto, Santa Cesarea Terme und die lebendige Marina von Tricase haben auf jeden Fall eine Zwischenstation verdient.
nützliches Rates
Bevor man nach Otranto gelangt, erinnern die beiden Alimini-Seen, die über einen Kanal mit dem Meer verbunden sind, an die unangenehmen Überraschungen, denen man in diesem Meeresabschnitt begegnen kann. Sich davon fern zu halten geschieht allein aus Sicherheitsgründen. Ist man bei der Hafeneinfahrt des Hafens von Tricase angekommen, ist es angebracht, die Segel einzuholen und mit dem Motor einzulaufen. Es ist nicht ratsam, in die schmale Bucht bei Nacht oder bei einem vom Schirokko bewegten Meer einzulaufen. Der Ankerplatz der Schiffe, die sich auf der Durchreise befinden, liegt am Beginn der Südmole und die Wassertiefe hat eine gute Kapazität; am Kai steht jedoch nur Wasser zur Verfügung. Wegen seiner Tiefe und wegen der unzähligen Quellen mit kaltem Wasser, ist das Hafenbecken klein und sehr sauber. Der Anlegehafen ist mit einem Kran eingerichtet und Unterstützung liefern die Werften – hier kann man auch Amateurfischer von großer Klasse antreffen. Man tut gut daran, ihre Ratschläge zu beherzigen.
Quellen: Claudio Santoliquido Aktualisiert am: 09/08/2011
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.