Eine Reise auf den Spuren der Emotionen, Eindrücke und Rituale der Karwoche. Entdecken Sie in acht Tagen die Bräuche und Gewohnheiten einer Gegend, die tief in ihren Traditionen verwurzelt ist. Eine Reise von Norden nach Süden, von den sehenswerten Ortschaften in der Umgebung von Foggia bis hinunter ins Itria-Tal, inmitten der Farben und Düfte dieser fruchtbaren und gastfreundlichen Gegend.
Die Passion Christi in Troia
Unsere Reise beginnt am Palmsonntag in Troia, einer antiken apulischen Ortschaft, ca. 30 Kilometer von Foggia entfernt. Gleich am ersten Nachmittag gewinnen Sie Eindrücke von der Karwoche, mit einer Darstellung der Passion Christi. Bei dieser beeindruckenden Inszenierung zeigt sich der Volksglaube in der stillen Anteilnahme an den Schmerz des Martyriums. Während des Aufenthalts im historischen Stadtkern kann am Abend die wunderschöne romanische Kathedrale Santa Maria Assunta besichtigt werden.
Auf Entdeckungsreise durch die schönsten Ortschaften
Nach dem Besuch in Troia widmen wir einige Tage den antiken Ortschaften, die sich an den Hängen des Daunischen Apennins erstrecken und vom Touring Club Italiano mit dem Qualitätssiegel „Bandiera Arancione“ ausgezeichnet wurden. Von hier gelangen wir auf der Provinzstraße SP 109 in Richtung Lucera nach Pietramontecorvino, einem eindrucksvollen mittelalterlichen Städtchen mit einigen in den Fels geschlagenen Behausungen. Keinesfalls zu verpassen der monumentale Baukomplex mit dem Herzogspalast, dem Turm im Stil der Normannen und Anjou sowie der Mutterkirche (Chiesa Madre). Vor der Weiterreise empfehlen wir ferner einen Besuch auf dem historischen Bauernhof (18. Jahrhundert) Posta di Torre Bianca bei Lucera.
Alberona - zwischen Natur und Geschichte
Am Vormittag erreichen wir nach ca. 30 Fahrminuten auf der SP 135 Alberona. Dieser kleinen, aber beeindruckenden Ortschaft mit ihren Naturschönheiten und Monumenten. Nicht zu verpassen die Kirche San Rocco, der Turm Gran Priore und die Mutterkirche (Chiesa Madre). Allen Freunden von Natur-Exkursionen empfehlen wir den Canale dei Tigli mit dichter Vegetation, Wanderwegen, Wasserläufen und kleinen Wasserfällen.
Bari – die Gassen der Altstadt
Am Morgen des 20. Aprils gelangen wir nach rund 2 Fahrstunden nach Bari (SP 130, SS 17, A 14). Auf einem Stadtrundgang haben Sie Gelegenheit, das beachtliche historisch-kulturelle Erbe zu bewundern, von dem restaurierten Teatro Petruzzelli bis hin zu den wunderschönen romanischen Kirchen San Nicola und San Sabino (Altstadt). In den Gassen mit Blick auf den alten Hafen öffnen am Abend typische Lokale und Restaurants, in denen Sie köstliche Fisch-Spezialitäten probieren können.
Gründonnerstag – zwischen Glaube und Tradition
Vor der Abreise aus Bari sollten Sie auf jeden Fall das Castello Svevo besichtigen, ein großartiges Zeugnis des mittelalterlichen Festungsbaus. Am Nachmittag geht es weiter nach Noicatto (SS 100, SP 240), wo wir uns erneut den Eindrücken der Karwoche überlassen. Um 19.30 Uhr wird hier auf dem Vorplatz der Kirche Madonna della Lama ein Feuer angezündet und anschließend findet die Prozession des „Ersten Kreuzträgers“ (Processione del Primo Crocifero), eines Kapuzenmönchs und Geißelbruders, statt. Wir empfehlen Ihnen, am späten Abend in Richtung Putignano (SP 240) weiterzufahren und auf dem befestigten Gutshof I Monti an der Straße nach Noci (SP 237) zu übernachten, was sich für eine komfortable Weiterreise anbietet.
Die „Passione Vivente“ am Karfreitag
Am Morgen des Karfreitags, bevor Sie die ländliche Umgebung von Noci verlassen, können Sie die Kirche Maria di Barsento besichtigen, ein herausragendes Beispiel vorromanischer Architektur (11. Jahrhundert). Weiter geht es in Richtung Alberobello (SP 239), wo Sie am Abend eine beeindruckende Inszenierung der Passion Christi erleben können: Mehrere Hundert Personen in historischen Kostümen beleben den kleinen Ort, der für seine zahlreichen Trulli (UNESCO-Weltkulturerbe) bekannt ist, und empfinden gemeinsam das Martyrium Christi nach.
Valle d’Itria: Locorotondo und Cisternino
Ein ganzer Tag im Itria-Tal mit seiner faszinierenden Natur, bebauten Feldern, Trulli und den charakteristischen Trockenmauern. Hier besuchen wir den Ort Locorotondo mit seinem charakteristischen runden Stadtkern, schmalen Gassen und kalkverputzten Häusern. Zum Mittagessen empfehlen wir eine der zahlreichen Bratstuben, wo Sie köstliche Grillspezialitäten probieren können. Am Nachmittag geht es weiter in Richtung Cisternino (SP 134), einer kleinen Ortschaft des Hinterlands, die nicht nur für ihre Grillspezialitäten, sondern auch für ihren charakteristischen historischen Stadtkern berühmt ist. Nicht zu verpassen: eine Besichtigung der Stadttürme und der Wallfahrtskirche Madonna d’Ibernia.
Valle d’Itria: Martina Franca
Auch den Ostersonntag verbringen wir zwischen den Farben und Aromen des Itria-Tals. Unseren letzten Tag widmen wir Martina Franca, einem bezaubernden Barockstädtchen der Provinz Tarent, mit prunkvollen Palästen und kunstvoll geschnitzten Portalen. Nicht zu versäumen auch die Kirchen des historischen Stadtzentrums und die wunderschönen Dekorationen des Herzogspalastes (Palazzo Ducale).
Quellen: Redaktion Aktualisiert am: 07/04/2011
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.