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Castro

Porto Enea, Castro

Im Gebiet der Serre Salentine erhebt sich auf den steil ins Meer abfallenden Klippen Castro: In einer Bucht, schillernd in tausend Farben, befindet sich Castro Marina, auf dem erhöhten Teil des Kaps der mittelalterliche Ort. Ein Zentrum für den Fischfang und für Badegäste, das sichals Erbe des römischen Castra Minervae einer antiken Herkunft rühmt. Es war eine der ersten Städte im Salento, denen der Rang der Grafschaft erteilt wurde, und wurde später von Leone II. zum Bischofssitz erwählt.

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In Castro Marina, gelegen inmitten einer reizvollen grünen Olivenbaumumrahmung, findet man ein reines Meer, eine bewegte Küste mit Spitzen und Buchten, eiskalte Quellen und einen charakteristischen kleinen Hafen, der Griechenland für kleine Schifffahrtsrouten am nächsten liegt und von Grotten, die den Fischern als kühle Lager dienen, umgeben ist.
In Castro Superiore zwischen den typischen Gassen und den kleinen Häusern des Dorfes befinden sich die auf den Resten der alten römischen Festung errichtete Burg, die auf die zweite Hälfte des XVI. Jh. zurückgeht, und die ehemalige Kathedrale (XII. Jh.), die einen Teil der Fassade, das Querschiff und das Seitentor von der ursprünglichen romanischen Struktur bewahrt hat und unter ihren Barockgemälden die Deposizione, die Gianserio Strabella zugeschrieben wird, aufweist, sowie die Überreste einer kleinen byzantinischen Kirche aus dem X. Jh.
Ein wenig nördlich des Wohngebietes findet man die berühmten Grotten von Castro: Die Grotte Romanelli, eines der bedeutendsten Vorkommen der italienischen Vorgeschichte mit Wandmalereien mit roter Farbe, den ältesten menschlichen Darstellungen im Bereich der darstellenden Kunst, und die Grotte Zinzulusa, „die Perle der Grotten“, deren Bezeichnung vom Dialektausdruck „zinzuli“, Lumpen, stammt, mit dem die Fischer wegen ihrer Ähnlichkeit mit diesen die wunderschönen Stalaktiten und Stalagmiten, typische Bildungen des Karstphänomens, bezeichneten. Im letzten großen Raum der Grotte in einem kleinen Teich mit glasklarem Wasser lebt der Thiphlocaris salentina, ein kleiner blinder Krebs, der zu einer vor mehr als 200.000 Jahren ausgestorbenen Gattung gehört.

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Anz. Einwohner: 3557
Provinz: Lecce
Stadtheilige: Madonna Annunziata (23 aprile)
Vorwahl: 0836
Webseite der Gemeinde: www.comunedicastro.it

Quellen: Herausgegeben von der Redaktion
Aktualisiert am: 08/09/2010