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Nardo'

Nardō

Die ersten historischen Zeugnisse über Nardò, den zweitwichtigsten Ort des Bezirks nach der Hauptstadt, mit der er durch antike kulturelle Rivalitäten verbunden ist, stammen von den verschiedenen archäologischen Funden aus der Bucht Uluzzu, die dem Mittleren und Oberen Paläolithikum zuzuschreiben sind.
Um das X. Jh. v. Chr. von den Messapern gegründet, wurde es danach 269 v. Chr. gemeinsam mit seinem Hafen Empiorium Nauna (das heutige S. Maria al Bagno) von den Römern erobert. Danach wurde es nach dem Fall des Römischen Reichs in das byzantinische Reich aufgenommen und für kurze Zeit dem Langobardenreich angeschlossen.
Nach einer ersten Eroberung durch die Normannen im Jahr 1055 und einer nächsten durch die Anjous 1266 wurde es 1497 von den Aragonern Andrea Matteo Acquaviva anvertraut; unter der Führung seines Sohnes Belisario, der Herzog geworden war, wurde es zu einem kulturellen und religiösen Bezugspunkt für den gesamten Salento.
Nach dem Aufstand gegen die Spanier 1647 erlebte es eine wirtschaftliche und kulturelle Neugeburt, die auch dem Werk der Accademia degli Infimi Rinovati zu verdanken ist.

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Die Bucht Uluzzu, deren Zeugnisse der prähistorischen darstellenden Kunst zur Benennung eines Zeitalters mit der Bezeichnung „Paleolitico uluzziano“ geführt haben, ist ein nicht zu versäumendes Ziel in einem Gebiet, das sich dermaßen antiker Wurzeln rühmen kann.
Imposant und erlesen sind die barocken Bauten im Stadtkern, von der Burg der Acquaviva bis zum Palazzo di Città, der nach dem Erdbeben 1743 im Rokokostil neu errichtet wurde.
Nicht fehlen dürfen in einem idealen touristischen Stadtrundgang die Barockkirchen S. Domenico, S. Chiara und S. Antonio da Padova (die anstelle der Synagoge errichtet wurde) und die Kathedrale, die in normannischer Zeit errichtet wurde und in der man sowohl den romanischen, als auch den gotischen Stil unterscheiden kann.
Sehr beeindruckend ist auch der Spitzturm „Guglia dell’Immacolata“ in seiner einsamen Erhabenheit, der nach dem Erdbeben im Jahr 1743 als Gelübde der Bevölkerung, weil sie der Gefahr entronnen war, errichtet wurde. Auf dem wunderschönen Piazza Salandra, der von Barockgebäuden mit Bögen, Balkonen und Loggias im Rokokostil umgeben wird, befinden sich außerdem der „Sedile“, der mit der zweiten Hälfte des XVII. Jh. datiert wird, und die Kirche S. Trifone, die wahrscheinlich über einer Kapelle des griechischen Ritus entstand.
Ein wenig außerhalb der Stadtmauern steht der Tempel „Tempietto di Piazza Osanna“ mit achteckigem Grundriss und orientalisch angehauchten sowie gotischen Zusätzen, dessen Ursprung mysteriös ist.

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Anz. Einwohner: 30520
Provinz: Lecce
Stadtheilige: S. Gregorio Armeno (20 febbraio)
Vorwahl: 0833
Webseite der Gemeinde: www.comune.nardo.le.it

Quellen: Herausgegeben von der Redaktion
Aktualisiert am: 09/09/2010