Diso ist ein kleines Dorf im Hinterland des Salento und liegt in einem grünen Flachland reich an Quellwasser nahe der Adriaküste, mit der es durch den einzigen Vorort Marittima verbunden ist. Der Ursprung von Diso scheint auf das prähistorische Zeitalter zurückzugehen, wie man aus dem Fund des Menhir Vardare aus dem X. Jh. v. Chr., eines Dolchs aus der äneolithischen Zeit (2500 v. Chr.) und eines Steins mit messapischer Inschrift schließen kann. Das Dorf soll im VIII. Jh. v. Chr. als Sitz einer messapischen Siedlung gegründet worden sein, deren Bezeichnung „Dizos“, was soviel wie „befestigte Stadt“ bedeutet, auf ihre Rolle in der Verteidigung hinweist. Im Mittelalter gehörte es zur Grafschaft Castro, mit der es die wechselnden Herrschaften teilte. Die Einfälle der Türken, von denen das Gebiet geplagt wurde, trafen auch Diso, das, nachdem es sich erholen konnte, die den Massakern Entkommenen aus Otranto und Castro aufnahm und im Lauf des XVI. Jh. zum bedeutendsten Zentrum der Grafschaft und zum neuen Sitz von Beauftragten und Regierenden wurde. Im Lauf des XVII. und XVIII. Jh. zeichnete sich Diso den umliegenden Gemeinden gegenüber aus und kann es sich der Errichtung einer Reihe an Gebäuden und Monumenten rühmen, die bis heute intakt im Stadtzentrum vorhanden sind. Gemäß der Tradition wünschte sich der Hl. Franz von Assisi, als er durch diesen Ort kam, die Errichtung eines Klosters, das 1719 erschaffen wurde.
Quellen: Herausgegeben von der Redaktion Aktualisiert am: 09/09/2010
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.