Die Ausgrabungen der letzten Jahre haben Licht in die Geschichte und das Aussehen dieser antiken Canosa-Kirche gebracht. Sie wurde auf einem vorher bestehenden Tempel aus hellenischer Zeit errichtet, dessen Podium als Kirchenfundament dient und von dem ferner die Mauerblöcke der Cella und einige Säulen verwendet wurden. Der Übergang von der heidnischen zur christlichen Nutzung erfolgte um das 5. Jahrhundert herum.
Während der zweiten Phase, die Bischof Sabino zugeschrieben wird, bestand der Bau aus zwei konzentrischen Quadraten mit Exedren auf jeder Seite, die reich mit lebhaften Mosaiken (geometrische Motive und Themen der Paradies-Symbolik) verziert sind.
Zwischen dem 7. und dem 8. Jahrhundert verwandelten vier Pfeiler in der Gebäudemitte den Grundriss in ein Kreuz inmitten eines Quadrats. Ferner wurde die Basilika in Folge der Verbreitung der Verehrung des Bischofs Leucio von Brindisi dem San Leucio geweiht, dessen sterbliche Überreste von Seeleuten aus Trani entwendet wurden.
Im 9. Jahrhundert begann mit der Errichtung einer apsisförmigen Kapelle an der Außenmauer der Südseite die Praxis der Beerdigungen: So wurden in ihrem Innenraum und der unmittelbaren Umgebung zahlreiche Sarkophage aus Tuff sowie Gemeinschaftsgräber gefunden.
Quellen: www.canusium.it Aktualisiert am: 09/09/2011
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.