Ein einziges Karstsystem verbindet die beiden Höhlen der Poesia Piccola und der Poesia Grande zu einem teilweise überfluteten Komplex, der sich in drei große Räume mit ellipsenförmigem Grundriss und verschiedene Stollen gliedert. Die Grotten wachsen kreisförmig und haben am Fuß der Klippen einen Zugang vom Meer aus und vom Land aus entsprechend dem Einbruch der Grottengewölbe der Haupträume. Die Grotte der Poesia Grande hat über einen kurzen Siphon Verbindung mit einer Höhle, die durch einen kleinen Sandstrand charakterisiert ist: Von hier aus kann man über ein kurzen Wasserdurchgang zur Grotte der Poesia Piccola gelangen. Diese letztgenannte hat im Speziellen wegen der ausgesprochen zahlreichen Votivbilder, Zeichen und Symbole, die auf das II Jahrtausend v. Chr. und auf das Zeitalter der Römischen Republik datierbar sind, eine außergewöhnliche Bedeutung inne. Die Grotten sind nach dem mittelalterlichen griechischen Wort posià benannt, mit welchem in der Vergangenheit ein Ort bezeichnet wurde, an dem man dank des Vorhandenseins einer Quelle Süßwasser trinken konnte.
Quellen: Delle Rose M., Parise M., 2004 - Atti e Memorie della Commissione Grotte " E. Boegan", Trieste 2005 Aktualisiert am: 25/03/2010
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.