Turm aus der Anjou-Epoche
Bitonto liegt zirka zehn Kilometer von der regionalen Hauptstadt entfernt. In der Vergangenheit hatte die Stadt einen Zugang zum Meer, dort wo heute der Stadtteil Santo Spirito di Bari ist.
Der Name der Stadt rührt aller Wahrscheinlichkeit nach vom Illyrerkönig Bottone her, dem Gründer der Stadt.
Die ältesten Stadtmauern gehen auf das 5., 6. Jahrhundert v. Chr. zurück, wie man in den Grundsteinen der von den Normannen erbauten Stadtmauern und Türme erkennen kann. Auf Jahre der Dekadenz unter byzantinischer Herrschaft, folgte im 11. Jahrhundert eine Blütezeit. Bitonto war im 13. und 14. Jahrhundert eine von der Krone abhängige Stadt mit antiker staatlicher regio: Im fünfzehnten Jahrhundert wechseln sich die Familien Ventimiglia, Orsini, Acquaviva d’Aragona und Cordoba an der Macht ab (letztere sind Nachkommen des spanischen Gran Capitano, der 1503 Süditalien eroberte). Am 25. Mai 1734 fand vor den Mauern von Bitonto die legendäre Schlacht zwischen Österreichern und Spaniern statt, die mit dem Sieg von Charles III Borbonne endete und die das Ende der österreichischen Herrschaft in Süditalien und der Beginn jener bourbonischen bedeutete.
Von besonderem Interesse ist der Besuch der Kathedrale aus dem 12., 13. Jahrhundert, die der Jungfrau Muttergottes und dem Heiligen Valentin geweiht ist und nach dem Modell der Basilika San Nicola di Bari gebaut wurde.
Im Inneren der Kathedrale ist ein Ambo aus dem Jahr 1229 zu sehen, der fast ausschießlich aus Marmor besteht und zu den wertvollsten Beispielen der apulischen Bildhauerei gehört. Besonderes Augenmerk sollte der Kirche des Heiligen Franzikus von Assisi mit ihrem gotischen Portal und den Bildern aus dem 16. und 17. Jahrhundert auf dem Platz Piazza Minerva gewidmet werden. Der moderne Santuario Wallfahrtsort der Heiligen Cosma und Damiano, Ziel zahlreicher Wallfahrer; und die Abtei des Heiligen Leo, mit einem interessanten Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert und dem Kloster aus dem 16. Jahrhundert sind ebenfalls einen Besuch wert.
Von den Herrschaftshäusern seien der Palast Palazzo Sylos Sersale mit seinem barocken Portal, der Palazzo Regna, der Palazzo Sylos Calò und der Palazzo Sylos Labini mit seinem Portal in katalanischer Gotik und einem Arkadenhof erwähnt.
Im naheliegenden Gebiet gibt es viele mittelalterliche Ortskirchen mit Turm, die früher einmal bei den Bewohnern der antiken Gehöfte als religiöse Zentren betrachtet wurden. Einige davon seien nun aufgelistet: Santa Croce, Torre Cela, San Gregorio, San Demetrio, Sant’ Eugenio, Santa Maria di Cesano, Santa Aneta, Torre Santa Croce, Sant’ Eustachio, San Basilio.
Zu den wichtigsten Festen gehört das religiöse Fest am 15. Oktober zu Ehren der Santi Medidi (heilige Ärzte).
Quellen: Herausgegeben von der Redaktion Aktualisiert am: 06/08/2010
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.