Grotta Paglicci, im Herzen des Gebiets Tavoliere di Puglia, zählt zu den bedeutendsten und interessantesten archäologischen Stätten Italiens. Wahrscheinlich war die Höhle ununterbrochen von Urmenschen und nur vor 200.000 bis 10.000 Jahren über kurze Zeiträume von Tieren bewohnt. Den antiksten Teil bildet der externe Unterschlupf, der vermutlich 350.000 bis 500.000 Jahre alt ist. In vierzig Jahren brachten Ausgrabungsarbeiten über 45.000 Fundstücke aus dem Alt-, Mittel- und Jungpaläolithikum zu Tage, darunter einige bedeutende künstlerische Artefakte sowie zwei unversehrte Grabstätten. Die Begrabenen sind ein ca. 11-jähriger Junge und ein ca. 18-jähriges Mädchen. Die Grabstätten sind jeweils rund 24.000 und 23.000 Jahre alt. Die Höhle wird nur für Ausgrabungsarbeiten geöffnet und ist im Interesse ihrer Erhaltung nicht zugänglich. Das Centro Studi Paglicci zeigt jedoch eine Ausstellung, in der Gipsabdrücke (unter anderem der begrabenen Frau) zu sehen sind, und bietet interessante Workshops zum Thema an.
Tätigkeiten und Veranstaltungen:
Die Ausstellung ist Eigentum der Gemeinde Rignano Garganico und wird seit 1998 vom Centro Studi Paglicci verwaltet. Die Tätigkeit dieses Verbandes widmet sich speziell der Förderung der Stätte auf touristischer und didaktischer Ebene (Adresse: Corso Giannone, 10). Zu den Förderinitiativen des Verbandes und der Ausstellung über die Grotta Paglicci und die Urgeschichte des Nationalparks Gargano zählen Kongresse, Diskussionsrunden, thematische Studien sowie Ausflüge im Gebiet des Gargano.
Quellen: A cura della redazione Aktualisiert am: 06/05/2011
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.