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Pulo di Altamura

Die auffälligsten Karstgebilde sind die Dolinen (lokal: Puli), die je nach Ursprung eine flache oder Schüssel-, Kelch- und Trichterform haben können.
Der sowohl hinsichtlich seines Ausmaßes (550 Meter Durchmesser) als auch seiner Tiefe (92 Meter) bekannteste Trichter ist der Pulo di Altamura (Schüsselform), der durch den Einsturz der Decke einer Karsthöhle entstanden ist.
Er befindet sich in einer Höhenlage von 480 Metern über dem Meeresspiegel und ist zweifellos das beeindruckendste Karstgebilde der Alta Murgia. Mit seinen zwei Einschnitten und steilen Wänden voller Höhlen, die bereits vor mindestens 5000 Jahren von Menschen bewohnt waren, wirkt der Pulo di Altamura wie ein natürliches Amphitheater, das sich still und archaisch dem Auge des Betrachters präsentiert.
Der Nordhang hat eine komplexe Felsstruktur mit einer Flora und Fauna von beachtlichem Interesse.
Da dieses Ambiente vom Menschen besonders leicht gestört und beschädigt werden kann, wie es leider immer öfter geschieht, ist die intensive Nutzung für Klettertouren und Besichtigungen während der Brutzeit der Raubvögel verboten.

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Kontakteerweitern/komprimieren

Adresse: S.P. 157 - Contrada Pulo - 70022
Gemeinde: Altamura
Provinz: Bari
Telefon: (+39)0803143930
E-Mail: proloco.altamura@libero.it
Ansprechpartner: Pro Loco Altamura

DIENSTLEISTUNGENerweitern/komprimieren

Führungen

Eeitere informationenerweitern/komprimieren

Eintritt: Kostenlos

Weitere Informationen / Vertiefungerweitern/komprimieren

In den Karsthöhlen, die sich zum Inneren der Dolina öffnen, wurden Zeugnisse menschlicher Besiedlung aus dem Jungpaläolithikum entdeckt.
Diese Individuen gehörten einer Menschengruppe an, die bereits systematisch, organisatorisch und bewusst jagte und die Höhlen 1 und 2 als Unterschlupf nutzte. Zwei nierenförmige Kalksteine mit nebeneinander angeordneten, linearen Inschriften belegen die Fähigkeit der Spezies Homo Sapiens Sapiens, Gedanken zu abstrahieren, Symbole für die Kommunikation einzusetzen sowie Begriffe, Gedanken und magische Rituale zu übertragen. Diese Steine sind Zeugnisse des Epigravettiens (20.000-8.000 B.P.), wie sie in Apulien relativ zahlreich zu finden sind.
Der Karsttrichter mit seinen Höhlen und Schluchten wurde vom Menschen fast ununterbrochen genutzt. Über das gesamte Mittelalter bis in die Neuzeit galt er als magischer Ort, ideal für Rituale, aber auch als natürliche Ressource für die Förderung von Rohstoffen und die Produktion.

Quellen: Pro Loco Altamura
Aktualisiert am: 06/05/2011