it  en  de
HOME UBER UNSKONTAKTEFAQLOGIN
Haben sie ihr passwort vergessen? Hier klickenoder Weiter
Mittwoch 23 Mai
  Regen mit Aufheiterungen Tmin C Tmax C
Lecce Regen mit Aufheiterungen 13.33°C 19.69°C

Home /Die Rituale der Heiligen Woche

visualizza sulla mappa map

Die Rituale der Heiligen Woche

Processione dei Misteri

Die Heilige Woche in Tarent gliedert sich in drei aufeinander folgende Prozessionen. Am frühen Nachmittag des Gründonnerstags, pilgern Ordensbrüder (Perdùne) jeweils zu zweit mit langsamem, wiegendem Schritt (Nazzecate) von der Kirche Carmine zu den Katakomben in den größten Kirchen der Stadt, deren Altare zu diesem Anlass im Gedenken an das Grab Jesu mit Blumen und Grabschmuck verziert werden. Die Tradition schreibt vor, immer nur eine ungerade Zahl Gräber besichtigt wird.
Um Mitternacht startet von der Kirche San Domenico Maggiore die Prozession der Schmerzensjungfrau, organisiert von der Bruderschaft Maria SS. Addolorata. Unter den Klängen der „Troccola“ (Holzinstrument, das den Rhythmus der Prozession vorgibt) und verzehrenden Trauermärschen wird die ganze Nacht hindurch, symbolisch für die Reise der Mutter zu ihrem Sohn, die Statue der Schmerzensjungfrau durch die Stadt getragen, begleitet von zwölf Paaren von Perdoni (Ordensbrüdern), die im Gedenken an Jesus eine Dornenkrone tragen.
Am späten Nachmittag des Karfreitags findet die Misteri-Prozession (organisiert von der Bruderschaft Maria SS. Del Carmine) statt, bei der sechs Statuengruppen die ganze Nacht hindurch auf den Schultern durch die Stadt getragen werden.Die Prozession wird mit der Troccola eröffnet und langsam folgen einander der Gonfanon (symbolische Fahne der Bruderschaft Carmine) das Kreuz der Misteri, die Statuen Christus im Garten, Christus an der Säule, Hecce Homo, der Wasserfall, das Kruzifix, das Heilige Leichentuch, der tote Jesus und die Schmerzensjungfrau. Begleitet von Trauermärschen kehrt der Zug erst im Morgengrauen zur Kirche des Carmine zurück. Nun klopft der Troccola-Spieler in einer bewegenden Zeremonie mit dem „Bordone“ (Stock, den er in der linken Hand trägt) an das Kirchportal, durch das der Zug schließlich unter dem Beifall der Zuschauer eintritt.