Beim Gang über die via Libertini an der Kreuzung mit via Palmieri eröffnet sich vor den Augen des Besuchers ein unerwarteter Anblick, die Piazza Duomo. Von zwei einen Rahmen bildenden Propyläen geschützt, ist dieser Platz eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Lecce. Hierbei handelt es sich um einen prächtigen barocken Innenhof, in den man durch einen effektvollen und mächtigen Monumentaleingang gelangt und der von einer harmonischen Reihenfolge barocker Gebäude umgeben ist: der Duomo (der Dom), das Seminar und der Palazzo Vescovile (das Bischofspalais). Bei Eintritt in diesen geschlossen Raum beeindruckt die schwindelerregende Höhe des großartigen Glockenturms – fünf errichtete und in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von Giuseppe Zimbalo verjüngte Stockwerke – und die prunkvolle Seitenfassade des (der Heiligen Jungfrau geweihten) Doms, immer vom Zimbalo, ein regelrechter zu Ehren des Hl. Oronzo errichteter Triumphbogen. Das wertvolle kunstvoll ausgearbeitete Portal enthält Girlanden und tanzende Putten, die Symbole eines Barocks, der in Lecce eine würdige Verherrlichung findet. Die nüchterne Hauptfassade des Doms steht hingegen dem 1632 gebauten Episcopio (Episkopat) mit seinem luftigen Bogengang und dem Seminar aus dem Jahre 1701 gegenüber, die eine harmonische, mit einem leichten Bossenwerk verzierte, noch nicht einmal von den hohen Wandpfeilern unterbrochene Fassade darstellt.
Quellen: Herausgegeben von der Redaktion Aktualisiert am: 09/02/2010
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.