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Locorotondo

Panaroma della Cittā

Der Ort liegt am Kreuzungspunkt dreier Provinzen: Bari, zu der es gehört, Taranto und Brindisi im Tal Valle d’Itria auf einer 410 Meter ü.d.M. hohen Hochebene, die im südöstlichen Teil der Kalkhochebene Murge dei Trulli abfällt. Die Stadtgründung geht, so nimmt man an, auf mehrere Jahrhunderte vor Christus auf griechische Siedler zurück. Die erste Quelle, in der Rotondo erwähnt wird, stammt aus dem 12. Jahrhundert. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts wuchs die ursprüngliche Siedlung allmählich zu einem echten Gehöft heran, das der Rechtssprechung des Klosters von Santo Stefano bis 1385 unterstand. Etwa um die Hälfte des 14. Jahrhunderts wurden Locorotondo und andere Gehöfte von Santo Stefano vom Herzog Athens Walther VI von Brienne besetzt, der durch seine kurze Herrschaft von 1342 bis 1343 in Florenz Berühmtheit erlangte.
Seit Ende des 14. Jahrhunderts und Großteil des 15. Jahrhunderts war Locorotondo im Besitz einer der größten Adelsfamilien Europas, die Del Balzo Orsini. Im Laufe des 16. Jahrhunderts erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen, kulturellen und demographischen Aufschwung. 1645 jedoch wird das Schicksal von Locorotondo dramatisch vom wirtschaftlichen Ruin der Barone Borrassa beeinflusst, die gezwungen waren, den Herzögen Caracciolo aus Martina Franca das Lehen zu verkaufen. Denen gehörte es dann auch bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 1799 nahm Locorotondo an den Aufständen teil, die zur Ausrufung der römischen Republik (1798) und dann jener neapoletanischen (1799) führten.

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Die dem Heiligen Georg geweihte Mutterkirche Chiesa Madre San Giorgio (Heiliger Georg) geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Sie wurde auf den Resten zweier zerstörten Gotteshäuser errichtet. Die bunte glasierte Keramikschicht mit der die Kuppel bis 1841 bedeckt war, wurde durch einen Blitz zerstört und nie wieder neu angebracht. Von den zahlreichen Kirchen von Locorotondo seien die Chiesa dell’Addolorata, die Chiesa dello Spirito Santo, die von San Nicola, die dell’ Annunziata, von San Rocco und der Madonna della Catena erwähnt. Im Inneren der herrlichen Kirche Santa Maria della Greca ist am Hauptaltar ein wertvoller Flügelaltar aus der Renaissancezeit zu sehen, der der Madonna der Rosen geweiht ist. Erwähnenswert ist auch die Statue des Heiligen Georg auf dem Pferd.
Von beachtlichem Interesse sind die Feierlichkeiten anläßlich des Stadtpatrons, dem Heiligen Georg, Martyrer und des Schutzpatrons, dem Heiligen Rochus am 15., 16. und 17. August. Am 16. August wird um Mitternacht gewöhnlich von vier Firmen ein wunderbares Feuerwerk abgeschossen. Am Tag danach zum Abschluß des Festes brennt die Siegerfirma noch einmal ihr riesiges Feuerwerk ab.

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Anz. Einwohner: 13928
Provinz: Bari
Stadtheilige: San Giorgio Martire (23 aprile), San Rocco (16 agosto)
Vorwahl: 080
Webseite der Gemeinde: www.comune.locorotondo.ba.it

Quellen: Herausgegeben von der Redaktion
Aktualisiert am: 09/08/2010