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Kathedrale Santa Maria Annunciata

Cattedrale di S. Maria Annunciata (Adda Editore)

Das Gebäude hat einen Basilikagrundriss, deren drei Kirchenschiffe durch zwei Reihen von fünf durch Bögen verbundene Säulen unterteilt werden. Am Kreuzungspunkt der Kirchenschiffe mit dem Querschiff befindet sich der Kreuzraum eindeutig romanischer Prägung. Typische Merkmale der Architektur und Bildhauerei des Apuliens des 12. Jahrhunderts zeigen auch die Rundbögen mit doppelt halbmondförmigem Bogenrücken, die auf die stützenden Marmorsäulen fallen, mit fein ausgearbeiteten, vereinfacht korinthischen Kapitellen, von denen nur eines (in der Mitte des linken Säulengangs) die gelungene Darstellung von vier Männern mit freiem Oberkörper bietet.

Von besonderem Interesse ist die Krypta, ein typisches Beispiel einer Saalstruktur, die in 45 kleine rechteckige Bögen aufgeteilt ist durch einen Wald von Säulen, auf denen wieder verwendete spätantike, byzantinische, hochmittelalterliche Kapitelle sowie zeitgenössische Kapitelle ruhen, von denen die interessantesten die Kapitelle mit gewitzten Darstellungen von Tieren und Menschenbüsten sind.

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Adresse: Piazza Basilica, 1 - 73028
Gemeinde: Otranto
Provinz: Lecce
Telefon: (+39)0836802720

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Informationen zur Geschichte:

Die Kathedrale wurde sofort nach der Eroberung durch die Normannen im Jahre 1070 gegründet. Das mittelalterliche Aussehen wurde durch die Belagerung durch die Türken unter Suleyman dem Großen im Jahre 1480 stark beeinträchtigt, die zur Eroberung der Stadt führte. Die Erinnerung an die Belagerung und das Massaker, bei dem an nur einem Tag 800 Bürger getötet wurden, wird in der Cappella dei Martiri wach gehalten, in der die sterblichen Überreste der Verstorbenen in Reliquiaren aufbewahrt werden. Die schwersten Schäden am Gebäude verursachten jedoch im darauffolgenden Jahr die christlichen Truppen von Alfonso d’Aragon, die die mittelalterliche Fassade zerstörten.
Weitere Veränderungen erfolgten im Barock, die während der wiederherstellenden Restaurierungsarbeiten im 19. Jahrhundert wieder entfernt wurden.


Hauptwerke:

Der größte Anziehungspunkt des Gebäudes ist sicherlich das prächtige Fußbodenmosaik, das 1165 vom Erzbischof Jonata beim Priester Pantaleone in Auftrag gegeben wurde. Im Hauptschiff sind Erzählungszyklen aus dem Alten Testament illustriert, während in der Apsis Episoden der Geschichten des Propheten Jonas und unter den vielen Darstellungen Die Himmelfahrt von Alessandro zu sehen ist, die den Besucher unmittelbar nach dem Eingang empfängt.


Stil:

Die Kirche ist geprägt von der Fassade mit Frontgiebel und dem barocken Portal.



Quellen: Herausgegeben von der Redaktion
Aktualisiert am: 27/07/2011