Entlang des ionischen Bogens des Salento, nur 6 km vom Meer entfernt und zirka 50 südlich der Bezirkshauptstadt gelegen, stößt man auf Taviano. Die wichtigste Produktionstätigkeit dieser wundervollen Stadt ist die Züchtung von Blumen, die ein Erbe der Sechzigerjahre des XX. Jahrhunderts und der Arbeit vieler aus Ligurien zurückkehrenden Auswanderer aus Taviano ist. Aus interessanten Megalithfunden („Specchie“ - vorgeschichtliche Steingebilde und Menhire) lässt sich auf die menschliche Anwesenheit in Taviano bereits in der Neusteinzeit schließen. Etliche kleinere „Specchie“ wurden im umliegenden Gebiet gefunden, aber man nimmt an, dass es im Ortsteil Castelforte ein Exemplar von bedeutenderen Ausmaßen gibt. Einige geschichtliche Urkunden haben es ermöglicht, im Römischen Zeitalter den sicheren Zeitpunkt der Schaffung des Ortes Taviano anzusetzen, wobei aber nicht geklärt wird, ob sie Werk des Centurio Oktavian oder des Kaisers Cäsar Oktavian gewesen sei. Während des Reichs von Tancredi im Jahr 1190 wurde das Lehen dem Kapitän Ottavio Fuggetta verliehen. Im Lauf des XII. Jh. verrichtete die Familie Calogeri Basiliani eine intensive Trockenlegungstätigkeit der Erdböden von Taviano und ermöglichte so im folgenden Jahrhundert die Errichtung der Abtei von Santa Maria del Civo. Ab 1507 wurde es Lehen der Familie Foggetta, wonach die Regierung der Stadt von Giacomo de Franchis übernommen wurde, der zahlreiche Verbesserungen vornahm. Schließlich gelangte es in den Besitz der Familie Caracciolo, in dem es bis 1806 blieb.
Quellen: Herausgegeben von der Redaktion Aktualisiert am: 10/09/2010
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.