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Lecce

Lecce - Palazzo dei Celestini

Die Ursprünge der Bezirkshauptstadt sind sehr alt und oft von der Legende durchdrungen: Sybar, die messapische Siedlung, auf der Lecce erbaut wurde, scheint bis vor den Trojanischen Krieg zurückzureichen.
Nach der Ankunft der Japyger und mit der Eroberung durch die Römer im III. Jh. v. Chr. erhielt Lecce den Status des Municipium, übernahm die Bezeichnung Lupiae und erfuhr unter der Führung des Kaisers Mark Aurel eine Blütezeit. Nach einer kurzen griechischen Herrschaft wurde es von den Ostrogoten geplündert und danach 549 dem Oströmischen Reich angeschlossen, unter dessen Herrschaft es 5 Jahrhunderte lang blieb.
Unter der normannischen Herrschaft wurde Lecce zu einem bedeutenden Handelsknotenpunkt und übernahm die Rolle der Hauptstadt des Salento.
1463 kam Lecce zum Reich von Neapel und wurde zum lebendigsten Kulturzentrum des Mittelmeeres, wobei es einen eigenen architektonischen Stil zum Leben erweckte, der später unter der Bezeichnung Barocco Leccese (Barock von Lecce) bekannt wurde.
In den folgenden Jahrhunderten wurde die Stadt zum Schutz vor möglichen Einfällen der Türken unter der Regierung von Karl V. mit Stadtmauern und einer Burg ausgerüstet. Danach begann die Errichtung von Kirchen und noblen Gebäuden, die die Stadt in eine wahrhaftige Baustelle unter freiem Himmel verwandelten.
1656 war Lecce von einer Pestepidemie betroffen, die dank der wundersamen Fürsprache des Hl. Oronzo ein Ende fand, worauf dieser zum Stadtpatron wurde. Die Ausweitung der Stadt jenseits der Stadtmauern fand in den ersten Jahren des XX. Jh. statt.

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Besonders sehenswerterweitern/komprimieren

Lecce zeichnet sich durch einen eigenen Barockstil aus, der auch Barock von Lecce genannt wird und in allen monumentalen Bauten der Stadt zu finden ist. Der Stil wird durch einen besonderen Reichtum und Überschwang bei den Dekorationen charakterisiert, der die Bauten beinahe verstecken zu wollen scheint, anstatt sie zu schmücken. Die praktische Veranlagung und die konzeptuelle Kreativität der Steinmetzmeister aus Lecce fanden dank der Verwendung eines besonderen Materials, der Pietra leccese (Gestein aus Lecce), oder „armen Marmors“, eines Tuffgesteins, eine einfache Anwendung, da es besonders weich und leicht zu bearbeiten ist, aber mit der Zeit härtet. Das architektonische und künstlerische Erbe von Lecce ist dermaßen groß, dass die Stadt auch „Florenz des Südens“ oder „Perle des Salento“ genannt wurde. Ein Besuch bedeutet, in ein Museum unter offenem Himmel einzudringen, in dem das Gestein von Lecce der gemeinsame Nenner bei Häusern, Kirchen und Festungen ist.
Unter den zahlreichen Kirchen ist sicherlich die Basilika Santa Croce einen Besuch wert, deren Errichtung 1353 begann, aber beinahe sofort aufgrund des Todes des Geldgebers unterbrochen wurde. Es mussten mehr als zwei Jahrhunderte vergehen, bevor die Arbeiten wieder aufgenommen wurden, die schließlich erst 1699 beendet wurden. Im alten Teil der Stadt erhebt sich der Dom, der zusammen mit dem Bischofspalast, dem Seminar und dem Glockenturm auf die eindrucksvolle Piazza Duomo (Domplatz) im Herzen der Stadt zeigt.
Die Burg von Lecce, die im Auftrag von Karl V. nach Plänen von Gian Giacomo dell’Acaya wiedererrichtet wurde, ist auch heute noch gut erhalten.

Einen Besuch werterweitern/komprimieren

Eeitere informationenerweitern/komprimieren

Anz. Einwohner: 83303
Provinz: Lecce
Stadtheilige: Santi Patroni Oronzo, Giusto e Fortunato (24 - 26 agosto)
Vorwahl: 0832
Webseite der Gemeinde: www.comune.lecce.it

Quellen: Herausgegeben von der Redaktion
Aktualisiert am: 09/09/2010