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Galatina

Santa Caterina

Galatina liegt 20 km südlich von Lecce. Ihre Herkunft geht auf die erste byzantinische Kolonisierung zurück. Einige Quellen aus dem XIII. Jh. heben seine Bedeutung als Zentrum der griechischen Kultur hervor. Die Stadt weist auch Einflüsse der lateinischen Kultur auf, vor allem bei den Gottesdiensten, die durch die Normannen zu Beginn des XI. Jh. verbreitet worden war. Die Päpste riefen zur Aufwertung des Lateinertums in Galatina auf Kosten der griechischen und byzantinischen Kultur auf. Der Überlieferung gemäß hat der Heilige Petrus hier das Christentum eingeführt, als er von Antiochia zurückkehrte; diesem Umstand wird die bis zur Einigung Italiens gültige Bezeichnung San Pietro in Galatina verdankt. Die Herrschaft der Orsini del Balzo förderte nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung des Gebiets, sondern führte die Bevölkerung von Galatina zur Befreiung von Papst Urban VI.aus der Gefangenschaft in Nocera. Die Ausbreitung des Bauwesens im XVIII. Jh. ermöglichte die Errichtung von Kirchen und eleganten Palästen, die mit imposanten Portalen und Balkonen geschmückt wurden; typisch für die Architektur dieser Zeitspanne ist die Art des „Palastes mit zentralem Hof“, auf den mehrere Gebäude zeigen. In Folge der städtebaulichen Neuorganisierung wurde Galatina zu einer der wenigen mit Naturstein gepflasterten Städte.

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Besonders sehenswerterweitern/komprimieren

Die berühmteste Sehenswürdigkeit der kleinen Stadt und seit 1886 denkmalgeschütztes Bauwerk ist die Franziskanerkirche S. Caterina d’Alessandria mit ungewöhnlichem Einfluss aus Umbrien. Die im XIV. Jh. von Raimondello Orsini del Balzo in Auftrag gegebene Kirche wurde in sieben Jahren vollendet. Sie ist im romanischen Stil Apuliens erbaut und weist drei durch zwei Wandelgänge getrennte Schiffe auf. Die Fassade öffnet sich durch eine Rosette mit dem Wappen der auftraggebenden Familie. Im unteren Teil befinden sich drei gravierte Tore aus dem für Lecce typischen Gestein. Das Innere ist mit Fresken der Schule der Marken aus dem XV. Jh. ausgestattet, die kürzlich restauriert wurden. Im Presbyterium befindet sich das gotische Grabmal des Auftraggebers, die achteckige Kapelle beherbergt das Mausoleum von Giovanni Antonio Orsini del Balzo. Ein mit Fresken geschmückter Kreuzgang aus dem XVIII. Jh. wurde neben dem Gotteshaus angelegt.
Die den Hl. Petrus und Paulus geweihte Chiesa Madre (Mutterkirche), die vermutlich Mitte des XIV. Jh. errichtet wurde, war das Herz der charakteristischen Prozession der Tarantolati (von der Tarantel Gebissenen), die bis vor wenigen Jahrzehnten am 29. Juni mit einem Ritual, einer Mischung zwischen volkstümlicher Religiosität und Heidentum, abgehalten wurde.
Das „Museo civico Pietro Cavoti“ (städtische Museum) sammelt steinerne Objekte aus dem Mittelalter und Gemälde von Malern aus Galatina (Pietro Cavoti, Gaetano Martinez).
Die drei Basilianerkrypten (S. Maria della Grotta, Sant’ Anna, Santa Maria della Porta) legen Zeugnis von der Flucht der Mönche vor den Verfolgungen aus Byzanz in die Regionen Süditaliens ab.

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Anz. Einwohner: 28081
Provinz: Lecce
Stadtheilige: Santi Pietro e Paolo (28-30giugno)
Vorwahl: 0836
Webseite der Gemeinde: www.comune.galatina.le.it

Quellen: Herausgegeben von der Redaktion
Aktualisiert am: 09/09/2010