Die Kathedrale ist ein beeindruckender Bau mit gotischen Zügen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die Kirche, erreichbar über die Via Cattedrale, befindet sich wenige hundert Meter vom Piazza della Libertà entfernt am höchsten Punkt der „Città Bianca“. Der heute sichtbare architektonische Komplex ist das Ergebnis von Restaurierungsarbeiten zwischen 1469 und 1494. Im Rahmen dieser Arbeiten wurde die antike romanische Kirche erweitert, möglicherweise zur Reparatur der Schäden des Erdbebens von 1456, das die gesamte Region des Salents getroffen hatte. Der Wiederaufbau wurde komplett von den Bürgern Ostunis finanziert. Die Hauptfassade hat drei Portale, die mit einer spitzbogigen Archivolte abschließen. Das alte Seminar, das fast den gesamten Platz einnimmt, ist allerdings zu nahe gebaut und erdrückt die wunderschönen Linien und Formen der Fassade optisch. Daher kann die Erhabenheit und Schönheit nur von der Steinbrücke aus in ihrem vollen Ausmaß wahrgenommen werden.
Informationen zur Geschichte:
Der Bau der Kathedrale erfolgte von 1437 bis 1470 auf Wunsch des Bischofs Nicola Arpone, einem gebürtigen Tarenter, der mit dem letzten Erben der Dynastie Del Balzo Orsini verwandt war. Man vermutet, dass die Kirche auf den Überresten einer Burg erreichtet wurde, die einst die Stadt überragte. Bischof Arpone gelang es nicht nur, die Bürger von Ostuni von der Finanzierung des Baus zu überzeugen, sondern auch, die erforderliche Arbeitskraft für die Realisierung bereitzustellen.
Besonders sehenswert:
„Cavalcata di S. Oronzo“ am 26. August, eine Reiterparade im historischen Stadtkern.
Hauptwerke:
Die Freskenmalereien im Mittelschiff, die dem Heiligen Oronzo (Schutzpatron) und dem Martyrium des Heiligen Blasius gewidmet sind.
Quellen: Herausgegeben von der Redaktion Aktualisiert am: 06/05/2011
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.