Beredtes ländliches Monument einer Vergangenheit, in der der Olivenbaum und seine Früchte eine zentrale Bedeutung für das Gebiet und die Kultur Apuliens hatten. Die unterirdische Ölmühle (frantoio ipogeo oder trappeto ipogeo) erinnert an die tausendjährige griechische Kultur. Wie auf den Inseln der Ägäis, von denen sie stammt, verweist ihr Vorkommen im Salento auf den Olivenanbau und den Handel mit Olivenöl, das sowohl für die Ernährung als in früheren Zeiten auch als Lichtquelle verwendet wurde.
Die unterirdische Ölmühle gab in der Vergangenheit der Landbevölkerung die Möglichkeit, sich einer ansonsten von Entbehrungen gekennzeichneten Winterzeit zu stellen. Die unterirdischen Höhlen ermöglichten es, die konstanten Temperaturen zu nutzen und das Öl vor Temperaturschwankungen und großer Hitze zu schützen.
Begibt man sich heute in die unterirdische Ölmühle, gewinnt man den Eindruck, sich in einer von Halbschatten und Stille geprägten Räumlichkeit zu bewegen, dessen Atmosphäre fast einem religiösen Ort nahekommt. Völlig anders ging es hier an den Tagen zu, an denen die Ölmühle genutzt wurde und die schwere Arbeit für die „trappitari“ (Ölmüller) bedeuteten, die eine große Inspiration für die Volksgedichte des Salento darstellten.
Die unterirdischen Ölmühlen wurden bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und auch danach noch sporadisch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts verwendet.
Quellen: Portalredaktion Aktualisiert am: 09/06/2009
Projekt verwirklicht in Zusammenarbeit mit InnovaPuglia.