Die Via Sacra Langobardorum (heilige Straße der Langobarden) ist eine mittelalterliche Strecke, die einst Mont Saint Michel in Frankreich mit der Wallfahrtskirche San Michele Arcangelo in Monte Sant'Angelo in der Provinz Foggia verband. Für Letztere, ebenso wie für weitere sechs Monumente, hat Italien die Ernennung zum UNESCO-Welterbe der Menschheit sowie die Aufnahme in die Route Unesco Italia Langobardorum – Zentren der Macht und des Kults (568-774 n.Chr.), beantragt, die die bedeutendsten langobardischen Zeugnisse der italienischen Halbinsel umfasst. Die Strecke heißt so, weil sie durch die italienischen Territorien der Langobarden führte, die den Heiligen Michael besonders verehrten. Via Sacra Langobardorum war eine der beliebtesten Strecken für Pilgerer, vergleichbar mit denen zur Wallfahrtskirche Santiago di Compostela, den Apostelgräbern in Rom oder dem heiligen Grab in Israel. Entlang der Straße gibt es zahlreiche Votivkapellen und Unterkünfte für Pilgerer. Einige dieser Orte wurden zu berühmten Abteien ausgebaut, wie die ehemalige San Giovanni in Lamis, heute Kloster San Matteo, oder San Leonardo di Siponto. Um andere entwickelten sich ganze Ortschaften, wie San Marco in Lamis, San Giovanni Rotondo oder Monte Sant'Angelo.
Quellen: Portalredaktion Aktualisiert am: 27/06/2011
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